Kaum. Dr. Huemer nutzt eine sehr feine Nadel, die meisten spüren nur einen kurzen Piks. Eine Betäubung brauchen Sie in der Regel nicht.
So hilft Botox® gegen Zähneknirschen in Esslingen
Inhaltsverzeichnis
Bevor Sie überhaupt die Augen öffnen, spüren Sie es schon: Der Kiefer schmerzt, die Schläfen pochen, der Nacken ist hart wie Stein. Gerade Menschen mit stressigem Alltag leiden häufig unter Bruxismus (nächtliches Zähneknirschen und -pressen).
Botulinumtoxin (Botox®) bringt schnelle Hilfe. Viele kennen den Wirkstoff aus der Faltenbehandlung. Wir setzen ihn hier mit einem medizinischen Ziel ein: Um den Kaumuskel zu entspannen und den Druck auf Ihre Zähne zu mindern. Sie spüren die Wirkung meist nach wenigen Tagen.
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Auf einen Blick:
Botox®-Behandlung bei Bruxismus
- Behandlung
Injektionen direkt in den Massetermuskel
(großer Kaumuskel vor dem Ohr) - Wirkeintritt
nach 3 bis 4 Tagen - Volle Wirkung
nach etwa 2 Wochen - Wirkdauer
4 bis 6 Monate, danach wiederholbar - Betäubung
meist nicht nötig
Was ist Bruxismus?
Bruxismus heißt: Sie knirschen oder pressen mit den Zähnen, ohne es zu wollen. Oft nachts, manchmal auch tagsüber. Die Kaumuskeln arbeiten dann mit voller Kraft. Dabei entwickeln sie einen Druck von bis zu 800 Newton, das entspricht einem Gewicht von über 80 Kilogramm.
Fast jeder Mensch knirscht oder presst gelegentlich. Zum Problem wird es, wenn die Muskeln über Wochen nicht zur Ruhe kommen.
Warum knirschen wir mit den Zähnen?
Meist steckt Stress dahinter. Unser Alltag fordert uns viel ab. Nachts sucht sich die Anspannung ein Ventil, und der Kiefer übernimmt. Der Körper schaltet in den Kampf-oder-Flucht-Modus. Die Muskeln spannen an, auch die im Kiefer. Wer den Druck tagsüber nicht abbaut, trägt ihn mit in die Nacht.
Welche Folgen kann Zähneknirschen haben?
Der Kaumuskel drückt beim Knirschen mit hoher Kraft auf Ihre Zähne. Über Monate hinterlässt das Spuren:
- Zahnschmelz reibt sich ab, die Zähne werden empfindlich
- Kopfschmerz und harter Nacken gehören zum Morgen
- das Kiefergelenk knackt oder schmerzt
- Tinnitus oder Schwindel können entstehen
- Risse und Sprünge im Zahn werden wahrscheinlicher
Bleibt das Knirschen unbehandelt, entsteht schnell ein Kreislauf: Die Muskeln verspannen, das schmerzt, der Schmerz macht Stress, der Stress verstärkt das Knirschen.
Knirschen Sie?
Ein kurzer Selbsttest
Viele Menschen merken vom nächtlichen Knirschen lange nichts. Es gibt erste Anzeichen, die auf Bruxismus deuten können. Erkennen Sie sich wieder?
- Sie wachen oft mit verspanntem Kiefer oder Kopfschmerzen auf.
- In stressigen Momenten ertappen Sie sich tagsüber, wie Sie die Zähne zusammenbeißen.
- Ihre Zähne sind empfindlich oder wirken abgenutzt.
- Ihr Partner hört Sie nachts knirschen.
- Nacken und Schultern sind oft verspannt, ohne klaren Grund.
Treffen mehrere Punkte auf Sie zu? Dann bringt eine gezielte Untersuchung in unserer Praxis Klarheit.
Spezialisten für Ihre Zahngesundheit
Ihr Vorteil bei uns in Esslingen: Zahnarzt, Fachzahnarzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Labor – alles greift ineinander, ohne lange Wartezeit oder Überweisung.
Wir untersuchen Sie gründlich. In manchen Fällen ist eine spezielle Knirscher-Schiene ausreichend. Oft erreicht man komplette Beschwerdefreiheit erst nach einer Botox®-Behandlung.
Dr. dr. Daniel S. Huemer, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, ist Spezialist für die medizinische Botox®-Behandlung. Er erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie die Behandlung abläuft, und setzt die Injektionen.
Wie hilft Botox® gegen Zähneknirschen?
Botox® entspannt den Kaumuskel, der nachts zu stark arbeitet. So sinkt der Druck auf Zähne und Kiefergelenk. Das Knirschen wird schwächer, die Schmerzen lassen meist nach.
Wie wirkt Botulinumtoxin im Muskel?
Ärzte setzen Botox® – der Wirkstoff ist Botulinumtoxin Typ A – seit Jahren gegen Falten, starkes Schwitzen und neurologische Beschwerden ein. Die Wirkung ist immer dieselbe: Der Wirkstoff blockiert das Signal zwischen Nerv und Muskel.
Für Ihr Zähneknirschen bedeutet das:
- Normalerweise sagt der Nerv (über den Botenstoff Acetylcholin) dem Kaumuskel: zubeißen.
- Botox® bremst genau dieses Signal. Der Muskel bekommt den Befehl nicht mehr in voller Intensität und entspannt spürbar.
- Fühlen, Schmecken und Sprechen bleiben normal. Nur die Kraft im behandelten Muskel lässt nach.
Wichtig: Nach einigen Monaten baut der Körper den Wirkstoff ab, der Muskel arbeitet wieder wie zuvor. Dann müssen wir die Behandlung bei Bedarf wiederholen.
Botox® kann noch mehr als Zähneknirschen lindern.
Einen Überblick über alle Anwendungen finden Sie hier: Botox®-Behandlung in Esslingen
So läuft Ihre Behandlung in Esslingen ab
Die reine Botox®-Behandlung ist schnell und schonend. In den meisten Fällen brauchen Sie keine Betäubung und sind sofort wieder fit.
- Gespräch
Sie berichten Dr. Huemer von Ihren Beschwerden, er prüft Ihre Kaumuskeln und klärt Ihre Fragen. Hierfür nehmen wir uns Zeit, insbesondere, wenn Sie das erste Mal eine Botox®-Behandlung bekommen. Gemeinsam entscheiden wir, ob Botox® für Sie passt, und besprechen weitere Möglichkeiten. - Injektion
Dr. Huemer tastet den Massetermuskel für die Injektion. Mit einer feinen Nadel setzt er den Wirkstoff gezielt in den Muskel. Die meisten Patienten spüren nur einen kurzen Piks. - Fertig
Sie können direkt nach der Behandlung zurück ins Büro, zum nächsten Termin oder nach Hause gehen.
Was passiert nach der Behandlung?
In der Regel sind Sie direkt wieder alltagstauglich. Selten entsteht an der Einstichstelle ein kleiner Bluterguss, der von allein verschwindet.
Die erste Wirkung kommt nach drei bis vier Tagen und entfaltet sich nach zwei Wochen vollends. Sie spüren, wie die Spannung nachlässt und der Muskel weicher wird. Häufig können Sie dies auch im Spiegel sehen, da das Gesicht dann etwas schmaler wirkt.
Klingt das nach dem, was Sie suchen?
Dann lassen Sie uns über Ihre Botox®-Behandlung sprechen:
Knirscher-Schiene, Botox® oder beides?
Botox® entspannt den Muskel. Eine Knirscherschiene schützt die Zähne in der Nacht. Beides kann sich ergänzen. Was für Sie sinnvoll ist, klären wir im Beratungsgespräch.
Hinter Zähneknirschen können auch noch weitere Ursachen stehen, wie schlecht sitzender Zahnersatz oder eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD).
Wann kommt Botox® nicht infrage?
Botox® passt nicht für jeden. In diesen Fällen raten wir ab:
- in Schwangerschaft und Stillzeit
- bei Muskelerkrankungen wie Myasthenia gravis (eine Erkrankung mit krankhafter Muskelschwäche)
- bei schweren Störungen der Blutgerinnung
„Bevor wir behandeln, schauen wir genau hin. Steckt wirklich das Knirschen hinter den Schmerzen? Diese Frage klären wir zuerst. Erst dann entscheiden wir gemeinsam, welcher Weg für Sie der richtige ist.“
– Dr. dr. Daniel Huemer, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Was kostet die Botox®-Behandlung gegen Zähneknirschen?
Die Kosten hängen davon ab, wie viel Wirkstoff Sie brauchen und wie aufwendig die Behandlung ist. Jeder Kiefer ist anders, deshalb können wir keinen pauschalen Preis nennen.
Vor der Behandlung erhalten Sie ein individuelles Angebot. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nicht. Privatversicherte können vorab bei ihrer Versicherung nachfragen.
Antworten auf häufige Fragen zu Botox®
Ist die Botox®-Behandlung gegen Zähneknirschen schmerzhaft?
Verändert sich mein Gesichtsausdruck durch Botox® im Kaumuskel?
Nein. Wir behandeln nur den Kaumuskel, nicht Ihre Mimik. Lachen, Sprechen und Ihr Ausdruck bleiben, wie sie sind. Bei manchen Patienten wird die Kieferlinie mit der Zeit etwas weicher, weil der kräftige Kaumuskel schmaler wird.
Wie oft kann ich die Behandlung wiederholen?
So oft, wie Sie möchten. Die Wirkung hält vier bis sechs Monate. Danach können Sie die Behandlung auffrischen. Eine feste Obergrenze gibt es nicht.
Muss ich meine Knirscher-Schiene weiter tragen?
In den meisten Fällen sehen wir die Schiene als Basistherapie und Schutz für die Zahnsubstanz. Trotzdem entscheiden wir das individuell angepasst an Ihre Situation. Ob Schiene, Botox® oder beides: Wir entscheiden das nach Ihrem Befund.
Wer setzt die Injektionen?
Dr. Huemer ist Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Er führt diese Eingriffe regelmäßig durch und setzt die Injektionen gezielt. Achten Sie generell darauf, dass Ihr Behandler Erfahrung mit Botox® hat.
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